Brauchen oder wollen?

Brauchen_Wollen
„Seid ihr denn wahnsinnig…“ – Diese Worte, ausgesprochen von dem von mir geschätzten Technik-YouTuber Technikfaultier in seinem aktuellen Video zum Galaxy Note 7, das du weiter unten findest, waren der letzte Impuls für den heutigen Artikel.

Der erst Impuls war mein wochenlanges herumgeschwänzel umd das neue Note 7. Der zweite kam vom, von mir ebenfalls sehr geschätzten, Uwe Hauck durch seinen aktuellen Blog-Artikel „Mein Samsung Galaxy S7 Edge“.

Wer mich kennt weiß, dass ich einige Zeit lang ein wenig sehr technikverrückt war und immer die neusten Gadgets haben musste. Das hat sich in den letzten Jahren glücklicherweise gewandelt.

In den letzten Monaten befasse ich mich intensiv mit Minimalismus und Einfachheit und werde Schritt für Schritt Dinge – auch Technik – los.

Brauchst oder willst du das?

Was hat all das mit dem Erfahrungsbericht und Video zum Galaxy Note 7 zu tun? Und was macht es hier auf der Lebenskarriere?

Mir stellte sich während dem Lesen respektive Schauen die Frage: „Brauchst du das wirklich?“ Der Kaufimpuls, der Haben-wollen-Reflex war definitiv da.

Die Antwort kannst du dir vermutlich denken: Nein, ich brauche das nicht. Ich will das lediglich.

Und nein, ich nenne (Kauf)Entscheidungen die rein auf wollen statt auf brauchen basieren nicht schlecht. Wenn jemand etwas kaufen will und die finanziellen Möglichkeiten dazu hat ist das super. Wenn jemand etwas erleben oder tun will, damit niemand schadet und selbst viel davon hat, dann freue ich mich sehr für ihn oder sie.

Doch wenn du dir eine Entscheidung selbst schön reden musst, wenn du krampfhaft versuchst, dir eine Wollen-Entscheidung zu einer Brauchen-Entscheidung umzudeuten, dann bitte ich dich: Tritt einen Schritt zurück und betrachte die Entscheidung noch mal nüchtern.

Wenn du etwas wirklich willst und es problemlos geht: Tu es und hol es dir.

Doch vielleicht stellst du selbst etwas fest, was auch ich in meiner Immer-das-neuste-Gadget-haben-wollen-Phase erlebt habe: Viele Wollen-Entscheidungen dienen im Kern dazu, ein ganz anderes Bedürfnis zu befriedigen oder sollen zumindest als Ersatz fungieren.

Kaufen und essen – um nur zwei Beispiele aus eigener Erfahrung zu nennen – können Ersatzbefriedigungen und Ablenkungen für Einsamkeit, ungelöste Probleme, Frust und viel mehr sein.

Wohlgemerkt: Können, nicht müssen.

Auch wenn das Eingeständnis, dass manches Wollen nur Ablenkung ist, zunächst weh tut, empfinde ich es sehr positiv. Denn wenn diese Erkenntnis vorhanden ist, öffnet sie den Weg zu einer anderen Wahrnehmung.

Dann ist der Weg frei, um die Menschen, Dinge und Erlebnisse die bereits da sind und existieren bewusst zu schätzen. Dann kann deutlich werden, das Glück nicht von Dingen abhängt. Dann ist die Sicht auf die wirklich wertvollen Aspekte des Lebens frei. Und das ist nicht nur positiv, es ist wunderbar.

1 Comment

  • Jürgen sagt:

    Ja das Wollen und Brauchen lieber Christian.

    Wie gut ich das kenne, jahrelang lief das so bei mir und hat sich erst mit dem Umstieg auf Apple geändert. Heute wird nicht mehr alle paar Monate der Labtop gewechselt und auch die Smartphones bleiben in der Regel 2 Jahre bei mir am Start.

    Was zum einen an den sowieso minimalen Änderungen liegt, zum anderen auch an dem Minimalismus, weniger ist eben doch oft mehr.

    Heute leiste ich es mir lieber ein paar Tage zu verreisen als das Geld in ein neues Gadget zu stecken. Die Befriedigung ist mindestens so groß.

    Aber wie sagt man so schön? Manchen Trieben muss man nachgeben und wenn es nur dazu dient, dass man wieder sieht was man braucht und was nicht 😉

    Lieben Gruß,
    Jürgen

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