(D)ein neues Verhältnis zu Zeit und Geld

Zeit und Geld
In den Gehdanken 91 „Macht Geld wirklich glücklich?“ habe ich es bereits angedeutet: Ich sehe Geld nicht als Selbstzweck oder Ziel, sondern als Mittel, um andere, für mich wichtigere, Ziele zu erreichen. Beim Thema Zeit geht es mir ähnlich, auch hier kann ich wenig mit den klassischen Assoziationen und Haltungen anfangen.

Heute will ich Dir nicht nur meine Sichtweise darstellen, sondern Dir auch Impulse und Tipps liefern, warum und wie Du Dein Verhältnis zu Zeit und Geld verändern kannst. Die Wirkung dieser Veränderung:


Deine Lebensqualität erhöht sich deutlich und Du kannst achtsamer, mit mehr Energie und Lebensfreude durch Deine Lebenskarriere gehen.

Geld: Mittel zum Zweck, kein Wert an sich

Geld wird in unserer heutigen Gesellschaft meiner Meinung nach sowohl über- als auch unterschätzt. Überschätzt, weil es keinen Wert an sich darstellt, sondern immer nur Möglichkeiten und Chancen schafft.

Unterschätzt, weil es im heutigen System definitiv wichtig ist und zu wenig Geld ein echtes Problem darstellt. Egal wie motiviert, idealistisch oder leidenschaftlich Du bist: Fehlt Dir das nötige Geld, kannst Du viele Ziele nicht erreichen und Pläne nicht verwirklich.

Mein Ansatz und Tipp wird im Gehdanken Video oben deutlich: Nutze Geld, um Dir Erlebnisse und Erfahrung zu ermöglichen und Wege zu ebnen. Suche auch gezielt nach Möglichkeiten, mit wenig Geld viel Lebensqualität zu erfahren. Das folgende Video – danke an Michael Richter, der mich darauf aufmerksam gemacht hat – beleuchtet das Thema Geld aus verschiedenen Perspektiven.

Wenn Du Dein Verhältnis zu Geld verändern möchtest, können die folgenden Schritte Dir dabei helfen:

  • Denke in Dingen und Leistungen. – Ein erster Schritt kann darin bestehen, Geld nicht mehr nur als reine Zahlen, sondern als Gegenwert zu Dingen und Leistungen zu sehen. Statt der Zahl von 500 Euro kannst Du beispielsweise direkt an Deine Miete denken, die dieser Betrag finanziert. Statt 50 oder 80 Euro kannst Du Deinen Wocheneinkauf sehen. Suche Dir Dinge und Leistungen, die Dir wichtig sind und die Du mit Beträgen gleichsetzen kannst.
  • Suche nach Erlebnisse. – In den Gehdanken spreche ich es an: Ich tausche Geld gerne gegen Erlebnisse und Erfahrungen ein. Wenn Du das auch tun willst, solltest Du zuerst prüfen, welche Gegenstände, Möbel, Gadgets und ähnliches Du wirklich brauchst. Finde danach heraus, welche Erfahrungen und Erlebnisse für Dich wertvoll sind und wie Du Geld von Dingen zu Erlebnissen umleiten kannst.
  • Reduziere um zu schätzen. – Wenn Du Deine Besitztümer reduzierst und bewusst mit weniger auskommst, lernst Du automatisch, den Wert der Dinge zu schätzen. Es geht nicht darum, mit möglichst wenig auszukommen. Minimalismus ist nicht für jeden der richtige Ansatz. Doch eine aktive und bewusste Reduktion lohnt sich fast immer.
  • Erkenne den Wert. – Eine Methode, die mir sehr geholfen hat und immer noch hilft: Verschaffe Dir eine Übersicht über die Dinge und Erlebnisse, die Dir wichtig und wertvoll sind. Mache Dir klar, was genau ihren Wert ausmacht. Stelle dann ihren finanziellen Wert und/oder ihre Kosten gegenüber. So entwickelst Du im Lauf der Zeit ein Gefühl dafür, welchen Wert Geld Dir ermöglichen kann.

Zeit: Du bestimmst den Wert

Ich schreibe es oft: Zeit vergeht – ob Du willst oder nicht, ob Du aktiv bist oder nicht. Du kannst Deine Zeit nicht managen oder beeinflussen. Es liegt jedoch in Deiner Hand, wie Du die Zeit nutzt und was Du in ihr tust.

Mir ist wichtig, dass diese Aussage nicht als Aufruf zu maximaler Aktivität und Effizienz verstanden wird. Ich plädiere ausdrücklich nicht dafür, dass Du jede Minute mit Arbeit oder Aktivitäten ausfüllst und Dir Deine Tage zupackst.

Meiner Erfahrung nach ist es viel wichtiger, die Zeit mit wertvollen und für Dich sinnvollen Aktivitäten, Erfahrungen, Erlebnissen zu verbringen.


Es geht darum, sinn- und wertvolles zu tun. Nicht die Quantität, sondern die Qualität Deiner Erfahrungen und Erlebnisse zählt.

Wenn Zeit für Dich noch immer ein Gegner ist oder gefühlt gegen Dich arbeitet, kannst Du diese Wahrnehmung und Haltung verändern. Die ersten Schritte dazu könnten folgendermaßen aussehen:

  • Vergiss Zeitmanagement – Diesen Satz wirst Du – auch wenn es absurd klingt – bei den besten Zeitmanagement-Coaches bestätigt finden. Auch sie legen den Fokus darauf, Deine Aufgaben und Aktivitäten zu managen, nicht Deine Zeit.
  • Achte auf Qualität. – Eine bewährte und hervorragende Übung: Stelle Dir, immer wenn Dir langweilig ist, die Frage: „Wie kann ich meine Zeit wertvoll nutzen?“ Das muss dann nicht Arbeit sein. Auch das Lesen eines guten Buchs, der Anruf bei einem Freund oder das ganz bewusste Nichts-Tun – das Du dann aber genießt und das Dich nicht langweilt – kann dazu gehören.
  • Umgib Dich mit Menschen. – Suche die Nähe positiver und für Dich wichtiger Menschen. Im direkten Austausch und der Gesellschaft dieser Personen, wirst Du Deine Zeit ganz automatisch bewusst genießen und wertschätzen. Versuche dieses Gefühl auch in Deinen Alltag mitzunehmen.

Neue Werte für Deine Lebenskarriere

Über allen genannten Haltungen und Tipps schwebt natürlich das große Thema der Achtsamkeit. Die angesprochenen Veränderungen und die dafür notwendige Reflexion setzen einen achtsamen Umgang mit Dir selbst und Deiner eigenen Lebensqualität voraus.

Diese grundlegende Fähigkeit ist aus meiner Sicht für eine erfüllte Lebenskarriere unverzichtbar. Die beiden Themen Geld und Zeit bieten Dir hier eine hervorragende Möglichkeit, um Achtsamkeit zu praktizieren und zu trainieren.

Lass Dich bitte von ersten Fehlschlägen nicht entmutigen. Diese sind normal und gehören dazu. Niemand startet perfekt, Veränderungen brauchen Zeit und Haltungen lassen sich nur Schritt für Schritt umbauen. Gehst Du diesen Prozess konsequent an, wirst Du schon bald deutliche Veränderungen Deiner Lebensqualität spüren. Ich wünsche Dir dabei viel Erfolg.

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