Was Du tust spricht lauter als das, was Du sagst

image
Taten sprechen lauter als Worte, Handlungen, die den eigenen Aussagen zuwider laufen, untergraben jede Glaubwürdigkeit. Wer A sagt und Z tut, disqualifiziert sich in vielen Fällen selbst. Das bedeutet nicht, dass jede Handlung mit allen Aussagen eins zu eins übereinstimmen muss. Das ist für Menschen schlicht nicht möglich.

Ich selbst formuliere in meinen Blogartikeln hier, auf sozial-pr der Karrierebibel und anderen Seiten immer wieder hohe Ansprüche, Werte und Grundsätze, die natürlich auch mir selbst gelten. Doch ich halte sie nicht immer ein, einige meiner Handlungen und Reaktionen widersprechen diesen Forderungen. 

Ist das inkonsequent? Ja. Ist das schlimm? Manchmal ja. Manchmal ärgert mich das. Ist es vermeidbar? Nein, denn als Mensch sind Fehler normal, als Mensch werde ich immer in Situationen kommen, in denen meine Handlungen nicht 100-prozentig zu meinen Worten und Forderungen passen. 

Doch ich arbeite täglich daran, dass ich sich Handlungen und Worte annähern und immer besser übereinstimmen.

Dieser Grundsatz ist es, der die Botschaft des heutigen Artikels bildet. Deine Taten sprechen immer lauter als Deine Worte. Wenn Du beispielsweise Loyalität von Kollegen, Chef, Freunden und Familie forderst, selbst aber nicht hinter ihnen stehst, bist Du unglaubwürdig und kannst keine Loyalität erwarten.

Wenn Du authentische, aufrichtige und überzeugte Standpunkte von anderen forderst, selbst Dein Fähnchen aber nach dem Wind und der vorherrschenden Meinung drehst, nimmt Dir das keiner ab.

Kannst Du Dich ernst nehmen?

Fehlende Glaubwürdigkeit gegenüber anderen ist eine – negative und unangenehme – Sache. Doch wenn Deine Taten und Deine Worte sich kontinuierlich widersprechen, hast Du, aus meiner Sicht, viel grundlegenderes und größeres Problem:

Du kannst Dich selbst nicht ernst nehmen, Dir selbst nicht glauben, Dich selbst nicht respektieren.

Etabliert sich dieses Gefühl, schwinden Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Motivation. Nach und nach verlierst Du jede Motivation, jeden Antrieb.

Im Coaching erlebe ich das vor allem bei Coachees, die in ihrem Job dazu gezwungen sind, gegen ihre Werte und Überzeugungen zu handeln. Die meisten sind sich des Konflikts bewusst – und er laugt sie aus, zerfrisst sie.

In solchen Fällen trifft ein englischer Sinnspruch zu:


Love it, change it or leave it.

Entweder, Du kannst Dich mit einer Situation arrangieren und Deine Werte ändern. Oder Du kannst die Situation verändern und Deinen Werten angleichen. Geht beides nicht, solltest Du die Situation verlassen.

Ja, das kann hart und unangenehm, auch mit Unsicherheit verbunden sein. Doch es ist perspektivisch die beste Option. Denn was Du tust spricht lauter als das, was Du sagt. Auch Dir selbst gegenüber. Und auf Dauer machst Du Dich durch Selbstverleugnung einfach nur kaputt.

Wähle Deinen Weg, Deine Option. Doch sorge dafür, dass Deine Taten und Deine Worte das gleich aussagen. Das wird nicht immer gelingen, doch Du solltest stets darauf hin arbeiten.

Leseempfehlungen

 

1 Comment

  • Hallo Christian,

    danke für diesen wunderbaren Blogartikel. Beim Lesen ist mir sofort dieser Spruch in den Sinn gekommen:

    „Liebe handelt.“
    Und damit ist auch die Selbstliebe gemeint. Wenn wir gemäß unseren Werten handeln, stärken wir unseren Selbstwert. Es lohnt sich, dass jeden Tag immer wieder zu probieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.