Du willst die Welt verändern? Dann kenne dich selbst

In den letzten Jahren hatte ich das Glück und die Ehre, mit vielen Sozialarbeitenden und SozialunternehmerInnen zu arbeiten. Egal ob Social Start Up, Sozialer Träger oder (kleiner) Verein, eines war immer gleich:

Diese Menschen wollen die Welt verändern.

Natürlich ist die Motivation dafür sehr verschieden. Manchmal sind Menschen getrieben von einem eher ungesunden Helferkomplex. Manche sehen Leid und Probleme, die sie lindern oder lösen wollen. Andere haben eine Vision die sie verwirklichen wollen.

Die Menschen, die in ihrem Umfeld etwas verändern, haben alle eines gemeinsam:

Sie wissen, was sie verändern wollen. Und warum.

Willst du verändern, musst du dich selbst kennen

Dieses Wissen ist entscheidend, um echte Veränderung zu bewirken. Wer weiß, was er oder sie verändern will, hat eine klare Richtung. Wer dann noch weiß, warum er oder sie das tut, hat einen nachhaltig wirksamen Antrieb.

Das Wissen um beiden Punkte hängt meiner Erfahrung nach jedoch an einer Voraussetzung:

Du musst dich selbst kennen.

Selbsterkenntnis, Selbstreflexion und eine ehrliche und realistische Selbstwahrnehmung sind sehr viel schwerer – und schmerzhafter – als viele Menschen glauben. Wir alle haben ein Bild von uns selbst im Kopf. Das loszulassen oder auch nur zu ändern ist nicht leicht.

Recht oft höre ich bei diesem Thema den Satz: „Ich kenne mich ganz gut und das reicht, denn es funktioniert ja auch bisher gut.“

Wenn das stimmt: Gratulation. Wenn das allerdings ein Vorwand ist, um sich nicht den individuell unangenehmen Fragen zu befassen, bremst du dich selbst aus und stehst dir im Weg.

Vielleicht wirst du auch ohne Selbstreflexion etwas verändern. Doch wenn du deine Wirkung und die Konsequenzen deiner Arbeit maximieren willst, kommst du an einer ernsthaften und ehrlichen Selbstanalyse nicht vorbei.

Schlussendlich kannst du die Welt nur verändern wenn du weißt was du kannst und in welchen Bereichen deine Fähigkeiten am meisten Wirkung zeigen. Wenn dir das klar ist, wird dadurch auch die (zumindest grobe) Richtung deiner Arbeit deutlich. Du weißt dann, wie du die Welt verändern kannst.

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