Entdecke Deine Intuition – durchs Schreiben

Entdecke Deine Intuition - durchs Schreiben
Intuition ist für mich einer der wichtigsten Wegweiser in der Lebenskarriere. Sie ist – im Gegensatz zu oft gehörten Vorurteilen – alles andere als das Gegenteil von Vernunft und Logik. Intuition bedeutet meiner Meinung nach nicht, Erfahrung, Verstand und Fakten zu ignorieren. Nein, Intuition macht eher das Potenzial der unbewusst vorhandenen Erfahrungen und des umfassenden, jedoch bewusst nicht abrufbaren, Wissens zugänglich.

Richtig genutzt kann Intuition daher nicht nur dabei helfen, bessere Entscheidungen zu treffen, sondern eben auch als Wegweiser Deiner Lebenskarriere dienen. Da kann es jedoch ein Problem geben: Manche Menschen haben kaum noch Zugang zu ihrer Intuition.

Das ist kein Wunder, wird Intuition in unserer aktuellen Gesellschaft doch oft zu Gunsten rein logischer und vernunftgesteuerter Entscheidungen ignoriert und sogar verspottet. Wer sich jedoch von diesem Gedanken löst und Intuition als wichtige Eigenschaft und Fähigkeit erkennt, muss sich den Weg dazu erst erarbeiten.

Schreiben hat sich für mich und meine Coachees als Methode bewährt, um (wieder) Zugang zur eigenen Intuition zu finden.

Schreiben als Weg zur Intuition

Schreiben erfüllt hier mehrere Funktionen. Es ermöglicht nicht nur einen systematischen und strukturierten Zugang zur Intuition, sondern dient gleichzeitig als Übung in Achtsamkeit und einem bewussteren Umgang im Alltag. Schreiben kann…

  • … Dir helfen, Dir Deiner Emotionen und emotionalen Reaktionen bewusst zu werden.
  • … Dich dazu anhalten, Dich täglich mit Deiner Intuition zu befassen.
  • … Dich zur Ruhe kommen lassen und Dir helfen, Dich unbeantworteten Fragen zu stellen.

Ob einige oder alle diese Wirkungen tatsächlich eintreten, hängt auch davon ab, wie Du das – idealerweise tägliche Schreiben angehst. Das gute alte Tagebuch stellt einen guten Einstieg dar, im Coaching und meinem eigenen Einsatz haben sich allerdings strukturierte Ansätze besser bewährt.

Die erste Option nenne ich Emotionsprotokoll. Hier notierst Du Dir abends die drei emotionalen Erlebnisse – positiv oder negativ – des Tages. Die Wirkung: Nach einiger Zeit – Tage oder Wochen – wirst Du Dir Deiner Emotionen im Alltag bewusster und kannst diese aktiv wahrnehmen. Bereits dieser Schritt kann Dir dabei helfen, Deiner Intuition näher zu kommen.

Die zweite Option bezeichne ich als Fragen-Buch. Hier schreibst Du Dir alle Fragen auf, die Dir in den Kopf kommen, wenn Du ganz bewusst Ruhe suchst und abschaltest. Das Abschalten bedarf an sich vielleicht einiger Übung, doch wenn es Dir gelingt, werden sich Dir Fragen stellen, die bisher unbewusst in Dir herum gingen.

Die dritte und letzte Option ist eine Form der freien Assoziation. Hier nimmst Du Dir Zeit und lässt alle Begriffe zu, die sich für Dich mit dem Begriff Intuition verbinden. Du schreibst diese Begriffe einfach nur auf und sammelst sie. Am Ende der Woche – dieser Schritt ist wichtig – gehst Du alle Begriffe durch und prüfst, welche sich häufig wiederholen. Mit diesen befasst Du Dich dann auf ähnliche Art und Weise.

Zugang zu Intuition braucht Zeit

Alle beschriebenen Methoden brauchen einige Zeit, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Sie alle zielen auf eine Veränderung Deiner Wahrnehmung ab. Sie ermöglichen oder erleichtern Dir nach und nach den Zugang zu Deiner Intuition.

Selbst wenn Du Deine Intuition häufig nutzt, können diese Übungen und das Schreiben Dich weiter bringen. Ich nutze sie selbst regelmäßig und vor wichtigen Entscheidungen besonders intensiv.

Wenn Du regelmäßig schreibst, wirst Du Deine Intuition entdecken. Dadurch steht Dir viel ungenutztes Potenzial offen.

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