Entscheidung statt Vorsätze: Gestalte Deine Lebenskarriere

Entscheidung statt Vorsätze
„Warum schreibst Du denn nichts über Vorsätze?“ – diese Frage habe ich vor allem zu Jahresbeginn dutzendfach gehört. Meine Antwort: Weil mir das Thema gewaltig auf die Nerven ging. Gute Vorsätze hier, Neujahrsvorsätze da – ich konnte es einfach nicht mehr hören oder lesen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt und so war ich vor kurzem zu Gast in der Pilotfolge des #ausgepresst Webcast von Juiced.

Das ist natürlich kein Zufall, denn erstens sponsore ich mit der Lebenskarriere das Magazin und zweitens sind Vorsätze natürlich auch Teil der persönlichen Entwicklung, einem meiner Kernthemen hier auf der Lebenskarriere.

Im 30 minütigen Webcast ging es um drei Themen:

  1. Vorsätze – Warum brauchen wir den 1. Januar, um unser Leben auf die Reihe zu kriegen?
  2. Versagen – Warum scheitern wir so oft, anstatt durchzuhalten?
  3. Veränderung – Wie kann ich mein Leben wirklich in die Hand nehmen?

In meinen Antworten wird denke ich deutlich, dass ich kein Fan von Vorsätzen bin. Auch Ziele halte ich zwar für wichtig, sie reichen meiner Meinung nach jedoch nicht aus. Für mich steht die Entscheidung im Zentrum einer jeden Veränderung.

Eine ernsthafte und durchdachte Entscheidung ist jedem Vorsatz haushoch überlegen. Sie ist eine tragfähige Basis für echte Veränderung.

Eine nachhaltige Entscheidung ist meiner Erfahrung die einzig sinnvolle Basis für langfristig erfolgreiche Veränderungen. Mein Verständnis von Entscheidungen ist dabei etwas umfassender, als allgemein üblich.

Tragfähige Entscheidungen für Deine Lebenskarriere

Eine ernsthafte Entscheidung umfasst meiner Meinung nach drei Komponenten:

  1. Die Entscheidung für eine bestimmte Option.
    Jede Entscheidung stellt eine Wahl für eine bestimmte Möglichkeit dar. Dieser Aspekt ist oft die einzige Bedeutung, die der Begriff der Entscheidung im Alltag und in vielen Situation beinhaltet.
  2. Die Entscheidung gegen die anderen Optionen.
    Für mich ist jedoch auch die Entscheidung gegen andere Optionen Teil einer ernsthaften Entscheidung. Wer sich für eine Option entscheidet, schlägt damit andere aus. Das sollte meiner Erfahrung nach bewusst geschehen. Sonst drohen später Selbstzweifel, Vorwürfe und Schuldgefühle, die völlig unnötig sind.
  3. Die Entscheidung für einen Weg.
    Was wie die Zusammenfassung des ersten und zweiten Punktes klingt, hat für mich eine andere, tief gehende Bedeutung. Wer sich für einen Weg entscheidet, muss diesen auch konsequent durchziehen, wenn Veränderung gelingen soll. Flexibilität ist dabei zwar wichtig, doch diese sollte dazu dienen, den eingeschlagenen Kurs beizubehalten und nicht auf Abzweigungen führen.

Eine solch ernsthafte Entscheidung zieht ganz automatisch eine Fokussierung auf die gewählte Option nach sich. Diese Haltung ist manchen zu altmodisch und zu eingeschränkt. Es ist in der heutigen Überflussgesellschaft alles andere als modern, sich bewusst auf eine Richtung festzulegen und andere Angebote und Möglichkeiten auszuschlagen.

Doch genau das unterscheidet eine ernsthafte Entscheidung von Vorsätzen. Vorsätze lassen immer den Spielraum, viele andere Möglichkeiten auszuprobieren – und dadurch vom Weg abzukommen. Veränderung lässt sich so nicht erreichen.

Wer sich jedoch ernsthaft für eine Option entscheidet, setzt sich auch die dazu passenden Ziele, passt seine Gewohnheiten an und verändert bei Bedarf Gewohnheiten. Er nimmt dann auch Einschränkungen hin, die andere als Opfer wahrnehmen.

Einschränkungen sind für den, der sein Ziel erreichen will, jedoch kein Opfer. Sie sind einfach ein notwendiger Teil seines Weges und seiner Entscheidung.

Wenn Du Dich ernsthaft entscheidest und Dich auf einen Weg fokussierst, kannst Du Dich nachhaltig verändern. Dann kannst Du auch Deine Lebenskarriere gestalten und Deine Ziele erreichen. Mit Vorsätzen, die Dir zu viel Spielraum bieten, wird das nicht gelingen.

Leseempfehlungen

Wenn Du Dich weiter mit Vorsätzen befassen willst, empfehle ich Dir den Artikel von Jochen Mai „Gute Vorsätze 2015: Das nehmen sich die Deutschen vor“ und den Podcast von Markus Cerenak „EML 036 – So funktionieren die Neujahrsvorsätze – Ein Crashkurs“.

Über das Thema der Entscheidung habe ich bereits im Artikel „Bessere Entscheidungen: Stelle diese Frage“ und in meinem Artikel zu den Gehdanken 88 geschrieben.

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.