Gehdanken 89: Reduktion eröffnet Dir neue Wege

Reduktion eröffnet Dir neue Wege
Nach langer Pause habe ich gestern mal wieder ganz spontan eine neue Folge der Gehdanken – es ist Nummer 89 – aufgenommen. Wer die Gehdanken noch nicht kennt: Es handelt sich um eine Art Vlog, bei dem ich mir draußen, beim spazieren Gehen – daher der Name – Gedanken zu jeweils einem Thema mache.

Dieses Mal geht es um das Thema Reduktion, mit ich mich zugegebenermaßen immer wieder befasse. Der Impuls stammt konkret von meinem beruflichen Mobile Video Experiment, bei dem ich für einige Wochen komplett ohne iPhone, dafür mit Android und Windows Phone arbeite.

Das Experiment hat mir mal wieder gezeigt, dass Reduktion zwar erstmal unbequem und auch schmerzhaft sein kann, gleichzeitig jedoch neue Perspektiven und Chancen bietet. Anders formuliert:

Reduktion eröffnet Dir neue Wege. Oft solche, die Du ohne die bewusste Reduktion nie gegangen wärst oder ausprobiert hättest.

Reduktion ist nicht (unbedingt) Minimalismus

Einem Missverständnis will ich gleich vorbeugen: Reduktion ist nicht mit Minimalismus gleichzusetzen. Ja, Reduktion kann Teil eines minimalistischen oder deutlich vereinfachten Lebensstiles sein. Doch es kann auch einfach ein Prozess sein, den Du – wie ich – immer wieder mal angehst und in verschiedenen Lebensbereichen durchziehst.

Am Ende dieses Prozesses muss kein Minimalismus stehen. Doch Du wirst durch eine bewusste Reduktion merken, dass…

  • … Du auf einige Dinge besser verzichten kannst, als Du dachtest.
  • … Dir manche Dinge und Gewohnheiten nach einiger Zeit gar nicht mehr fehlen.
  • … Du neue Wege gehst, die Dir sehr gut tun.
  • … welche Dinge und Gewohnheiten Dir wirklich wichtig sind.
  • welchen Wert einzelne Dinge und Verhaltensweisen für Dich haben.
  • woraus dieser Wert für Dich konkret besteht.

Allein diese Auswirkungen machen Reduktion für mich zu einem attraktiven Prozess, den in unregelmäßigen Abständen und in verschiedenen Lebensbereichen durchlaufe und bewusst einsetze. Doch die positiven Wirkungen gehen noch weiter – auch, wenn einige davon im konkreten Durch- und Erleben nicht unbedingt positiv aussehen und sich ganz sicher nicht so anfühlen werden.

Denn durch Reduktion musst Du Gewohnheiten hinterfragen, ablegen und neu gestalten. Die dadurch notwendige Veränderung zwingt Dich oft dazu, Dir neue Fähigkeiten anzueignen, zu wachsen und Dich weiter zu entwickeln.

Es kann sogar dazu kommen, dass Du Dir grundlegende Fragen zu Themen stellen musst, die Du bisher vermieden hast. Manche Gewohnheiten dienen – auch wenn Dir, mir, uns das nicht immer bewusst ist – unter anderem dazu, kritische Fragen und Themen zu umgehen. Menschen sind sehr anpassungsfähig. Und das ist nicht immer gut.

Angesichts all dieser Konsequenzen und Wirkungen empfehle ich Dir: Lass Dich auf Reduktion ein und setze den Prozess bewusst in einem Lebensbereich – einer auf einmal reicht völlig, ja – um.

Du wirst erstaunt sein, welche neuen Wege sich Dir auf einemal eröffnen.

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