Komfortzone ist nicht gleich Belastungsgrenze

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In meinem morgendlichen Instagram-Impuls habe ich heute über den viel genutzten Begriff der Komfortzone gesprochen. Oft heißt es, du müsstest sie verlassen, um Dich weiterzuentwickeln und zu wachsen. Grundsätzlich ist da was dran.

Wenn Du immer nur Dinge tust, mit denen Du Dich wohl fühlst und die Du im Schlaf beherrschst, wirst Du kaum weiter kommen. Du hast dann schlicht keine Notwendigkeit, Dich weiterzuentwickeln und zu wachsen.

Leider wird das Verlassen der Komfortzone viel zu oft mit dem Überschreiten der individuellen Belastungsgrenze gleichgesetzt. Das ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich.

Komfortzone ungleich Belastungsgrenze

Deine Komfortzone zu verlassen bedeutet lediglich, Dinge zu tun, die sich erstmal unbequem anfühlen und dabei vielleicht neue Wege zu gehen. Sicher werden Dich solch neue Ansätze fordern und Energie kosten.

Es ist jedoch etwas völlig anderes, Dich zu überfordern und auszubrennen. Neues wagen, lernen, auch mal Grenzen überschreiten – alles sinnvoll und nötig, wenn Du in Deiner Lebenskarriere weiter kommen willst.

Doch das bedeutet nicht, dass Du regelmäßig mehr tun sollst, als Du leisten kannst. Hier einige Anzeichen, an denen Du merkst, dass Du Deine Belastungsgrenzen zu oft überschreitest:

  • Du schläfst schlecht obwohl es dafür keinen nachvollziehbaren Grund gibt.
  • Du fühlst Dich ständig gestresst und überfordert.
  • Jede Kleinigkeit ist Dir zu viel.
  • Selbst sonst einfache Dinge kommen Dir unglaublich schwer vor.
  • Du kannst nicht mehr weiter als ein oder zwei Tage denken und planen.
  • Du zweifelst immer öfter an Deinem Weg, obwohl er ganz klar für Dich richtig ist.

Klar, das sind nur Indizien, keine sicheren Warnzeichen. Doch wenn Du merkst, dass Du regelmäßig über Deine Belastungsgrenzen gehst, solltest du vor allem klären, warum das passiert.

Manchmal kannst Du es nicht ändern. Krankheit in der Familie, hohe Belastung im Job, alleinige Verantwortung für Kinder oder Angehörige und viele weitere Faktoren können zu Überlastung führen. Manchmal musst Du da durch, egal wie.

Doch nicht selten liegt es an falsch verstandener Härte gegen sich selbst. Ja, aktive Weiterentwicklung ist sinnvoll und Deine Komfortzone regelmäßig zu verlassen lohnt sich.

Wenn Du kannst, solltest Du jedoch Wert auf Ruhe und Ausgleich legen. Das ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Und hat nichts mit zu wenig Motivation oder mangelnder Belastungsfähigkeit zu tun. Es ist einfach nur clever.

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