Nutze die Macht der kleinen Schritte

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Es gibt so einige Sprüche und Zitate, die mir selbst und meinen Coachees als Leitfaden und Orientierung dienen. Einen der – für mich persönlich – wichtigsten habe ich zum ersten Mal während meiner körperlichen Umbauphase gehört. Er ist seitdem zu einer Art Mantra für mich geworden und hilft mir dabei, mich immer wieder zu fokussieren und zu erden.

Leider weiß ich nicht mehr, von wem der Satz ursprünglich stammt. Laut meiner Recherche wird er verschiedenen Coaches und Sportlern zugeschrieben. Unabhängig von der Quelle ist die Aussage jedoch wertvoll:

Viele Menschen überschätzen, was sie in einem Monat tun können und unterschätzen, was in einem Jahr möglich ist.

Wer sich jetzt ertappt fühlt, findet vielleicht Trost in der Gewissheit, dass es mir ganz genau so geht. Es ist keine Schwäche, die eigenen Fähigkeiten kurzfristig über- und langfristig zu unterschätzen. Es ist schlicht menschlich.

Naturgemäß richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf die Dinge und Veränderungen, die uns naheliegen und die wir erfassen können. Je weiter ein Ereignis oder ein Ergebnis entfernt ist, desto abstrakter wird es. Und desto schwerer können wir uns darauf fokussieren.

Veränderung mit der Macht der kleinen Schritte

Genau hier kommt die Macht der kleinen Schritte ins Spiel. Der grundlegende Ansatz baut auf der guten alten Planung und Zielsetzung auf. Dabei setzt Du Dir ein Ziel und zerlegst es in realistische Zwischenziele, die Du dann nacheinander abarbeitest und erreichst.

Die Macht der kleinen Schritt kommt erst dann wirklich zur Geltung, wenn du diesem Prozess noch eine Stufe hinzufügst: Die Definition der kleinen Schritte.

Dabei prüfst du, welche Verhaltensweisen Dich Deinen realistischen Zwischenzielen näher bringen. Fokussier Dich dabei nicht auf die großen Routinen, sondern auf die kleinen, alltäglichen Verhaltensweisen, die zu Deinem Ziel führen. Hier einige Beispiele:

  • Willst Du beruflich weiterkommen? Dann schau, wo Du noch effizienter arbeiten kannst, wie Du täglich erkennst, wozu Du nein sagen solltest und wie Du mehr relevante Aufgaben erledigen kannst. Es geht nicht um mehr Arbeit, sondern um mehr wirksame Arbeit.
  • Du willst Dir mehr Zeit für Deine Familie nehmen? Dann prüfe, wo Du in Deinem Tagesablauf noch Zeit vergeudest, welche Handlungen und Wege Du optimieren und wie Du Störungen der Familienzeit verhindern kannst.
  • Dein Ziel ist sportlicher Natur? Dann stehen für Dich Fragen nach der optimalen Ernährung, mehr Zeit fürs Training und ähnliches im Zentrum. Wichtig: Prüfe ehrlich, welche Gewohnheiten Deine Leistung gerade beeinträchtigen und schau, wie Du sie ablegen kannst.

Das sind nur drei von unzähligen Beispielen. Die Macht der kleinen Schritt entfaltet sich, wenn Du jeden Tag ein bisschen mehr auf Dein Ziel hinarbeitest.

Dokumentation hält Dich auf Kurs

Meiner Erfahrung nach ist ein Punkt besonders wichtig: Dokumentiere Deine Fortschritte. Egal ob in einem Erfolgstagebuch, durch Fotos, Gespräche mit Freunden oder andere Maßnahmen: Halte Deine Entwicklung fest.

Und mach Dir regelmäßig bewusst, wie weit Du bereits gekommen bist. Viel zu oft nimmst Du Deine Veränderung selbst nicht wahr und wirst dadurch frustriert. Mit Dokumentation und Reflexion kannst Du Dir Deine Motivation erhalten.

5 Comments

  • Martin sagt:

    Hallo Christian,
    ja, viele kleine Schritte könenn viel bewirken.
    Ich kenne den Spruch noch leicht anders:

    „Viele Menschen überschätzen, was sie in einem Jahr schaffen können und unterschätzen, was sie zehn Jahr schaffen.“

    Viele Grüße
    Martin

    • Hallo Martin,

      auch eine schöne Variation, die das Prinzip vielleicht sogar noch deutlicher macht. Danke dir. 🙂

      • Martin sagt:

        Ja gut, der Unterschied ist nach zehn Jahren halt krasser…

        Wenn ich jedes Jahr zurückblicke und sehe, was ich wieder alles nicht geschafft habe, von dem was ich mir vorgenommen habe… puh.
        Aber wenn ich zehn zurückblicke und sehe, dass mein Leben ein anders war und was in der Zeit alles passiert ist und was ich alles gemacht habe… tschaka 😉

        Ich denke, gerade bei beruflichen, familiären, privaten Zielen kann der Zeitraum ruhig etwas größer sein. Nimmt auch gleich etwas Druck aus dem Kessel…

        • Da hast du absolut Recht, Martin. Der größere Zeitraum entzerrt das alles etwas, was auch mal gut tut.
          Klingt so, als hättest du das für dich schon erfolgreich praktiziert. Lust, deine Erfahrungen mit den Lesern zu teilen? Als Kommentar oder Gastbeitrag?

          • Martin sagt:

            „Praktiziert“ ist gut… Das Zitat ist mir vor ein paar Monaten begegnet und was soll ich sagen, es gab mir tatsächlich Kraft geduldig zu sein, denn das ist nicht wirklich einer meiner Stärken…
            Ich mache mir mal Gedanken dazu und schreibe dir per Mail!

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