Motivation ist kein Zufall

IMG_0540.JPG
An manchen Tage springe ich energiegeladen aus dem Bett, bin voller Tatendrang, hoch motiviert und könnte Bäume ausreißen. An anderen Tagen fällt bereits das Öffnen der Augen schwer, das Bett scheint der mit weitem Abstand bequemste und freundlichste Ort zu sein. Meine Motivation scheint sich dann in den Urlaub verabschiedet zu haben – und zwar an einen weit entfernten Ort. Das kommt Dir bekannt vor? Dann kennst Du sicherlich auch die verschiedensten Begriff für dieses Phänomen. Meist wird der doch sehr unterschiedliche Level an Motivation und Energie auf die Tagesform geschoben. „Ist halt nicht mein Tag“ dürfte eine tausendfach gebrauchte Aussage dazu sein.

Das habe ich auch lange gesagt und als Floskel verwende ich es heute noch. Allerdings immer seltener und ich bemühe mich, sie mir vollständig abzugewöhnen. Die Tage mit geringer Motivation werden seit dem übrigens auch seltener. Der Grund ist gleichzeitig das Thema das heutigen Artikels:

Motivation ist kein Zufall. Und wenn Du ehrlich zu Dir bist, weißt Du, wovon Deine Motivation und Energie abhängt.

Ja, die Tagesform hängt auch von gesundheitlichen Faktoren, Lebensumständen und vielleicht sogar dem Wetter ab. Doch viele dieser Aspekte hast Du in der Hand oder kannst sie zumindest beeinflussen. Und ich bin mir sicher, dass Du im Grunde genau weißt, wie Du für hohe Motivation und ein hohes Energielevel sorgen kannst. Du tust es nur nicht konsequent.

Motivation lässt sich steuern

Das klingt jetzt natürlich etwas widersinnig, denn warum solltest Du nicht wollen, dass es Dir gut geht? Die Antwort ist einfach: Die Verhaltensweisen, die Deine Motivation und Energie fördern, sind kurzfristig nicht so attraktiv die andere Verhaltensweisen. Und sie sind meist längst nicht so cool oder bequem wie ihre Alternativen.

Lass mich das anhand meiner Motivations- und Energiefaktoren konkreter erläutern. Da es sich im meine individuellen Faktoren handelt, werden sie sicherlich nicht eins zu eins auf Dich zutreffen. Denn noch kannst Du daraus die Richtung ablesen und Dir auf Grundlage meiner Erfahrungen Deine eigenen Motivations- und Energiefaktoren bewusst machen.

Wenn ich einen Tag motiviert und voller Energie angehen und nutzen möchte sollte ich…

  • … auf ausreichend Schlaf – sieben bis acht Stunden – achten.
  • … abends meine Morgenroutine – vor allem das Morgentraining – vorbereiten.
  • … den kommenden Tag zumindest grob planen und meine drei Hauptaufgaben definieren.
  • … für äußerliche Ordnung sorgen. Die ist für mich unheimlich konzentrationsfördernd.
  • Kleinigkeiten – Geschirr, herumliegende Dinge und ähnliches – gleich erledigen.
  • … auf ausreichend Bewegung an der frischen Luft/Sonne achten.
  • … mein sportliches Trainingspensum erfüllen.

Anders formuliert: Einen recht disziplinierten, strukturierten Tag leben. Das ist – dessen bin ich mir bewusst – alles andere als cool. Doch es funktioniert. Denn dann ist sowohl mein Motivations- als auch mein Energielevel hoch und ich bin enorm produktiv.

Beginne ich den Tag dagegen unstrukturiert, ohne Ziele, spät und ohne Sport, bin ich auch nicht leistungsfähig und schaffe nur wenig. Das ist völlig okay, wenn ich beispielsweise ausspannen will. Doch an Arbeitstagen – oder Tagen, die ich aktiv auskaufen will – kann, sollte und ich will mir das nicht leisten.

Was ist Dir Deine Lebensqualität wert?

Versteh mich bitte nicht falsch: Ich sage weder, dass Du meine Faktoren für Dich adaptieren noch dass Du jeden Tag mit hoher Motivation und Energie angehen sollst. Ob und wann Du das tust, ist völlig Deine Entscheidung.

Einen Impuls möchte ich Dir jedoch noch geben: Auch wenn das für hohe Motivation und Energie notwendige Verhalten auf den ersten Blick langweilig, uncool und wenig attraktiv sein mag, erhöht es meiner Meinung nach Deine Lebensqualität enorm.

Sicher ist auch mal ein komplett fauler Tag wichtig und tut gut, doch wenn Du Dich müde und abgeschlagen zur Arbeit schleppst, in Deiner Freizeit wenig Energie hast und die Zeit mit Deinen Liebsten nicht wirklich auskaufen kannst, hat das für mich nichts mit hoher Lebensqualität zu tun.

Daher schließe ich den Artikel mit einer einfachen Frage:

Was ist Dir Deine Lebensqualität wert?

Die Antwort liegt ganz bei Dir. Nur eines solltest Du Dir immer wieder bewusst machen: Motivation und Energie – wenn Du so willst, Deine Tagesform – sind kein Zufall, sondern liegen zumindest teilweise in Deiner Hand. Was machst Du daraus?

Das könnte Dich interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.