Nimm Dir Zeit für Dich und meditiere

Meditation
In Gesprächen mit Coachees, Bekannten, Freunden und Kollegen bin ich immer wieder überrascht, wie wenig Menschen ruhige Zeiten kennen und haben. Natürlich sagen die meisten, dass Sie sich Zeit für sich nehmen und sich gut um sich kümmern, immerhin gehen sie laufen, betreiben andere Sportarten, lesen oder gehen sonstigen Hobbys nach. Alles wichtige Aktivitäten die sicherlich gut tun können. Doch auf meine Nachfrage stellt sich oft heraus, dass auch diese Zeiten nicht wirklich ruhig sind.

Im Fitnessstudio läuft der Fernseher im Hintergrund, bei Lesen plärrt nebenbei das Radio und auch in anderen Situationen sind entweder andere Menschen anwesend oder andere Geräusch- und Störquellen sorgen für Hintergrundbeschallung. Diese ständige Beschallung hat sich inzwischen als Standard etabliert. Daher lade ich Dich heute dazu ein, gegen den Strom zu schwimmen:


Schaffe Dir bewusst ruhige Zeiten und nutze sie zur Meditation. Die Wirkung wird Dich mehr als überraschen.

Meditiere… nach Deiner Art

Wenn Du bei Meditation sofort Räucherstäbchen und seltsame Posen im Kopf hast, bitte ich Dich, Dich von dieser Vorstellung zu lösen. Ja, Meditation kann mit Klangschalen, Räucherstäbchen, Atemtechniken und vielem mehr zu tun haben. Kann. Muss sie aber nicht.

Meditation bedeutet in ihrem Kern – meiner Erfahrung nach – schlicht, die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen und einige Zeit ganz bei sich selbst zu sein. Ja, das klingt für manche schon wieder esoterisch, ist es jedoch nicht. Ganz bei Dir zu sein bedeutet lediglich…

  • … Deinen Atem bewusst wahrzunehmen.
  • … Deinen Körper zu spüren.
  • … alles andere für einige Momente auszublenden.
  • … Ruhe und Konzentration zu finden.
  • … Kraft zu schöpfen und Hektik abzuschütteln.

Und auch hier gilt: All das kann dazu gehören. Doch Meditation kann für Dich auch etwas völlig anderes bewirken und bedeuten. Wirkung und Bedeutung sind so individuell wie die Art der Meditation. Wie ich auch im Video sage, kann Meditation für Dich völlig anders aussehen als für mich.

Bei meinen Coachees und anderen Menschen habe ich beispielsweise folgende Formen der Meditation kennengelernt:

  • Ruhiges Liegen oder Sitzen
  • Bewusstes Atmen
  • Konzentration auf tropfendes Wasser
  • Lauschen auf die Natur
  • Spazieren gehen
  • Malen oder zeichnen
  • Gartenarbeit
  • Tai Chi und Yoga
  • Schwimmen

Diese Methoden funktionieren bei anderen Menschen. Ich nutze verschiedene davon, unter anderem auch autogenes Training und – da ich meinen christlichen Glauben lebe – das Gebet. Lege Dich bitte nicht auf diese Aktivitäten fest, sieh sie lediglich als Anregung und Inspiration. Probier aus, wie Dir Meditation und Ruhe gut tun und nutze dann den Weg, der für Dich passt.


Meine Bitte ist nur: Meditiere und schaffe Dir Deine ruhigen Zeiten. Wie Du das tust liegt ganz bei Dir. Wichtig ist, dass Du Dir diese Zeit nimmst.

Warum meditieren?

Gute Frage! Immerhin „kostet“ Dich Meditation ja Zeit. Meine Antwort ist ganz einfach: Weil ruhige Zeiten Dir dabei helfen, Hektik hinter Dir zu lassen, auch im Chaos den Überblick zu behalten und Dich nicht im Alltag zu verlieren. Zu esoterisch? Dann eine Frage: Kennst Du Tage, an denen Du arbeitest und arbeitest, abends aber nicht so genau weißt, was Du eigentlich getan oder geschafft hast?

Vermutlich ja, ich selbst kenne solche Tage auf jeden Fall. Wenn Du Dir an solchen Tagen – gerade wenn Du scheinbar keine Zeit dafür hast – ruhige Zeiten nimmst und meditierst, wirst Du vielleicht nicht mehr schaffen. Doch Du wirst die wichtigen Dinge tun und Deine Prioritäten richtig setzen. Immer wenn ich mir die Zeit für Meditation nehme – inzwischen schaffe ich das in 90 Prozent der Fälle – kann ich selbst unproduktive Tage noch sinnvoll nutzen.


Nimm Dir bitte Zeit – und lass sie Dir auch. Meditation erfordert Übung. Gib Dir daher einige Wochen Zeit, um Dich damit vertraut zu machen. Dann wirst Du die Wirkung spüren.

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