Nutze Neid als Antrieb

Wann warst du das letzte Mal neidisch? Wenn du ehrlich bist, fällt dir sicherlich eine Gelegenheit ein. Die Chancen stehen allerdings gut, dass darüber nicht glücklich warst.

Das ist verständlich, denn Neid ist in unserer Gesellschaft negativ behaftet. Doch das ist aus meiner Sicht falsch. Denn diese Wahrnehmung geht davon aus, dass Neid mit Missgunst gleichzusetzen ist. Und das stimmt nicht.

Ich bin neidisch und das gar nicht mal so selten. Und das ist gut so, denn Neid ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft und überhaupt nicht negativ.

Neid als positiver Antrieb

Denn ich für meinen Teil bin zwar neidisch, gönne den Menschen jedoch ihren Erfolg. Danach stelle ich mir einige Fragen:

  • Warum bin ich neidisch?
  • Was genau ist für mich attraktiv?
  • Wie sieht das passende Ziel für mich selbst aus?
  • Was kann und will ich tun, um es zu erreichen?

Zu Beginn steht also die Selbstreflexion, was genau den Neid auslöst. In der Regel ist es dann so, dass der jeweilige Aspekt für mich nicht eins zu eins passt.

Wenn jemand beispielsweise einen großen Vortrag hält und sich darüber freut, will ich meist nicht auf dem gleichen Event einen Vortrag halten. Mein Ziel besteht dann darin, einen für mich vergleichbaren Vortrag bei einem für mich wichtigen und relevanten Event zu halten.

Die Ergebnisse und Erfolge anderer motivieren mich also dazu, noch härter an meinen Zielen zu arbeiten und mich zu engagieren.

Meine Bitte: Lass Neid zu und nutze ihn

Wenn du das nächste Mal neidisch bist: Lass den Neid zu und nutze ihn. Mach dir klar, was genau für dich attraktiv ist. Definiere daraus die für dich passenden Ziele.

Und dann nutze den Neid als Antrieb, um diese Ziele zu erreichen.

Natürlich sollte Neid nicht dein Hauptantrieb sein. Intrinsische Motivation, Leidenschaft und die für dich wichtigen Ziele sollten immer im Mittelpunkt stehen.

Doch wenn Neid aufkommt, kannst du ihn für dich nutzen. Denn er ist nur negativ, wenn du ihn dazu machst. Er kann jedoch auch Antrieb sein.

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