Richtig oder falsch? Vergiss es, geh Deinen Weg

richtig oder falsch
Was ist richtig, was ist falsch? Diese Frage schoss mir heute beim Lesen von Uwe Haucks Facebook-Beitrag durch den Kopf. Vorweg sei gesagt: Ich lese bei Uwe schon eine ganze Weile auf Facebook mit, hatte mit ihm bisher aber eher wenig zu tun. Warum ich bei ihm mitlese? Weil sich bei ihm aus meiner Sicht ein Prinzip durchzieht, dass zu den Grundlagen meines Lebenskarriere-Konzepts gehört: Geh Deinen Weg und konzentriere Dich darauf, das zu tun, was zu Dir passt.

Klingt vielleicht banal oder für manchen naiv, doch meine eigene Erfahrung – und die meiner Coachees – beweist mir jeden Tag aufs Neue, das es enorm wichtig ist. Begriffe wie richtig oder falsch sind dabei jedoch nicht zielführend oder hilfreich. Durch solche Beurteilung und Einordnung blockierst und bremst Du Dich selbst.

Richtig oder falsch: Vergiss Vorgaben

Die Einordnung und Bewertung nach richtig oder falsch ist immer stark vom kulturellen und sozialen Umfeld und den dort geltenden Werten geprägt. Das ist völlig normal und durch die Sozialisation bedingt.

Diese Werte und Prinzipien sind für das tägliche Zusammenleben natürlich wichtig und ich werde sie ganz sicher nicht als grundsätzliches Problem bezeichnen. Doch wenn es darum geht, Deinen Weg zu finden, können diese sonst wichtigen Werte und Prinzipien zur Bremse werden und Dir unnötige Grenzen setzen.

Uwe bringt es in seinem Beitrag schön auf den Punkt. Was andere als falsch empfinden kann für Dich perfekt sein. Denn…

  • … jeder hat unterschiedliche Ziele, Erwartungen und Wünschen.
  • Deine Ziele basieren auf Deinen Erfahrungen. Andere haben natürlich andere Erfahrungen gemacht.
  • … nur weil Du nicht der Norm entsprichst, begehst Du noch lange keinen Fehler.
  • … keiner Deiner Kritiker lebt Dein Leben, geht Deinen Weg. Den gehst Du, jeden Tag.

Geh Deinen Weg: Die Umsetzung

Wenn meine Worte Dich bisher erreicht haben, sinnvoll klingen und Dich ansprechen, bist Du jetzt vermutlich motiviert, Deinen Weg zu finden und zu gehen. Wenn Du das tust, wirst Du in der Praxis, im täglichen Leben, jedoch schnell auf Hürden, Grenzen und Probleme treffen.

Ich weiß, dass Worte wie „Probleme“ oder „Grenzen“ in vielen Artikeln, die sich mit dem individuellen Weg befassen, nicht vorkommen. Diese Begriffe sind nach Ansicht vieler Autoren und Coaches zu negativ besetzt. Sie sprechen lieber von Herausforderungen.

Kann man machen, tue ich manchmal – dann bewusst und gezielt – auch. Doch wenn Du Dich euphorisch auf die Suche nach Deinem Weg machst oder ihn gehst, wirst Du auf Probleme treffen. Und nein, die fühlen sich erst mal nicht nach Herausforderungen an, sondern nach Problemen. Nicht selten sogar nach unüberwindbaren Problemen.

Andere Menschen werden Dich komisch anschauen, werden nervende, vielleicht sogar verletzende Kommentare abgeben. Manche werden – oft in bester Absicht – Dir das Leben schwer machen und Dir Steine in den Weg legen.

Und es wird die Menschen geben, die sich selbst davon überzeugen wollen, dass sie ihren Traum nicht leben, ihren Weg nicht gehen können. Diese selbst eingeredete Überzeugung gefährdest Du, wenn Du Deinen Weg gehst und zeigst, dass es doch möglich ist. Daher werden Dich diese Menschen bewusst, gezielt und oft sehr unschön angreifen.

All das sollte Dir bewusst sein, damit solltest Du rechnen. Das ist der Preis, den Du – neben mancher Veränderung – für Deinen Weg zahlen musst. Und dennoch ist es Dein Weg wert. Denn nur er führt Dich schlussendlich zu einem Leben, dass Du genießen und wirklich für Dich nutzen kannst.

Entscheide Dich für Deinen Weg und tu was für Dich passt und funktioniert. Rechne mit Kritikern, akzeptiere sie – und geh dann weiter. Du solltest es Dir wert sein. Natürlich brauchst Du dazu Menschen, die Dich begleiten und Dir helfen. Doch die findest Du auf Deinem Weg. Also: Löse Dich von richtig und falsch. Diese Begriffe bringen Dich nicht weiter.

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