Triff Entscheidungen im Hier und Jetzt

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Vielleicht kennst Du das aus eigener Erfahrung: Manche Entscheidungen kannst Du schnell und problemlos treffen, während Du an anderen eine gefühlte Ewigkeit hängst und sie einfach nicht unter die Füße bekommst. Solche Entscheidungen fallen oft schwer, weil die mit ihnen verbundenen Konsequenzen nicht abseh- oder berechenbar sind. Die zahlreichen möglichen Konsequenzen können Dich dann regelrecht blockieren und lähmen.

Dieses Phänomen kann auch entscheidungsfreudige Menschen betreffen. Es lässt sich meiner Erfahrung nach nur schwer bis gar nicht vorhersehen, wann solche Entscheidungen und Blockaden auftreten. Allerdings habe ich heute eine Empfehlung für Dich, mit der Du solche Blockaden auflösen kannst:

Triff Entscheidungen im Hier und Jetzt – und löse Dich von Deinem zu großen Verantwortungsgefühl.

Vor allem der zweite Teil dieser Aussage führt bei vielen Menschen erstmal zu Widerstand. Schließlich ist Verantwortungsgefühl ein positiv besetzter Begriff und sich davon zu lösen wirkt für viele alles andere als sinnvoll oder erstrebenswert. Lass mich das daher etwas genauer erklären.

Verantwortungsgefühl blockiert Entscheidungen?

Lies meine Aussage bitte noch mal genau. Ich schreibe nicht, dass Du Dich von Deinem Verantwortungsgefühl lösen sollst. Ich lade Dich jedoch dazu ein, Dich von Deinem “zu großen Verantwortungsgefühl” zu lösen. Das ist viel mehr als ein sprachlicher Unterschied, das ist etwas völlig anderes.

Die eingangs erwähnten Entscheidungen mit vielen unabsehbaren Konsequenzen fallen Dir vermutlich deshalb so schwer, weil Du versuchst, die vielfältigen Konsequenzen eben doch vorherzusehen und abzuschätzen – auch wenn Du weißt, dass das unmöglich ist.

Der Grund dafür ist oft ein viel zu hohes Verantwortungsgefühl. Doch Du bist nicht für alle Konsequenzen Deiner Entscheidungen verantwortlich und Du musst auch nicht alles vorhersehen können. Das ist ausdrücklich kein Plädoyer für einen verantwortungslosen und leichtsinnigen Umgang mit Entscheidungen, ganz sicher nicht.

Doch ich lade Dich dazu ein, Deine Entscheidungen und ihre Konsequenzen realistisch zu sehen. Ja, Du solltest Verantwortung dafür übernehmen und absehbar negative Konsequenzen so gut als möglich vermeiden. Doch Du musst Dich dadurch nicht selbst blockieren oder gar zerfleischen.

Das klingt ein wenig extrem, doch ich habe bei vielen Coachees – und mir selbst – erlebt, wie zu großes Verantwortungsgefühl zu Selbstvorwürfen, Selbstanklage und völlig unnötigen, jedoch belastenden inneren Diskussionen geführt hat.

Triff Entscheidungen im Hier und Jetzt

Meine Empfehlung: Triff Entscheidungen im Hier und Jetzt und löse Dich von der Zukunft. Schreibt sich natürlich einfacher, als es getan ist. Der Weg: Wenn Du alle absehbaren Konsequenzen – also die, die Du problemlos und intuitiv vorhersehen kannst – bedacht hast, lege einen ganz bewussten Stopp ein und bremse Dich.

Tritt innerlich einen Schritt zurück und mache Dir klar, dass Du…

  • … alle relevanten Konsequenzen bereits bedacht hast.
  • … die Entscheidung durch weiteres Nachdenken nur verzögerst, jedoch nicht verbesserst.
  • … Dir durch weiteres Nachdenken nur selbst im Weg stehst.
  • … nichts an den möglichen Konsequenzen ändern kannst.
  • Dir selbst Lebensqualität nimmst, wenn Du zu lange an der Entscheidung hängst.

Versuche dann, die Entscheidung im Hier und Jetzt und nach ihrer aktuellen Bedeutung zu treffen. Fühlt sie sich mit den bereits bedachten Konsequenzen intuitiv richtig an oder nicht? Ist sie Dir jetzt wichtig oder ist sie gar nicht nötig?

Wie immer Deine Antworten ausfallen: Triff Deine Entscheidung im Hier und Jetzt.

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