Warum Du Dein Warum regelmäßig hinterfragen solltest

Dein Warum
Kryptischer Titel? Vielleicht, doch er trifft beim Thema voll ins Schwarze. Über das Warum habe ich vor kurzem auf Instagram schon mal gesprochen. Dein Warum ist der Grund, der Dich morgens aufstehen lässt, der Dir dabei hilft, auch nach acht, neun oder zehn Stunden Arbeit noch weiterzumachen, Dir die Kraft gibt, auch nach Deinem Vollzeit-Job noch Zeit und Energie in Deine Leidenschaft zu stecken.

Dein Warum bringt Dich auch durch die schweren Phasen, in denen Du den Weg nicht mehr siehst, an allem zweifelst und trotzdem weiter machst. Dein Warum ist Dein Antrieb und Deine Basis.


Ohne Dein Warum wirst Du weder Deine Ziele erreichen noch in Deiner Lebenskarriere weiter oder voran kommen.
Dein Warum ist essentiell.

Klingt logisch? Du kennst Dein Warum? Gratulation, dann gehörst Du meiner Erfahrung nach zu einer Minderheit. Denn viele Menschen arbeiten und leben zwar ganz gut und sind auf den ersten Blick auch glücklich. Doch ihr Warum, ihre treibende Kraft, kennen sie leider nicht. Auf die Frage: „Warum tue ich das alles eigentlich?“ – die sich fast immer in Krisenzeiten stellt – haben sie keine überzeugende Antwort.

Wenn Du also Dein Warum gefunden hast und kennst, wirst Du es vermutlich festhalten und Dich regelmäßig daran erinnern. Das ist verständlich und gut. Doch gerade weil es wichtig ist, lade ich Dich heute dazu ein, etwas scheinbar seltsames zu tun:


Hinterfrage Dein Warum regelmäßig.
Sonst beherrscht es Dich.

Dient Dein Warum Dir oder Du ihm?

Die Frage klingt vielleicht etwas esoterisch angehaucht, doch ich garantiere Dir: Das ist sie nicht. Sie ist, im Gegenteil, völlig rational und rein von Vernunft geprägt.

Dein Warum soll Dir als Antrieb dienen. Wenn Du es kennst, kannst Du diese Kraftquelle anzapfen und Dir Deine Orientierung wieder klar machen. Dann dient Dein Dir Dein Warum als wichtige Grundlage.

Doch wenn Du Dein Warum nicht regelmäßig hinterfragst, verändert sich die Situation – und zwar eindeutig negativ. Wenn Du Dich an Dein Warum gewöhnst und es völlig unreflektiert hinnimmst, beherrscht es Dich irgendwann und schränkt Dich ein. Es wird von einer Kraftquelle zum Problem, zu einer enormen Belastung und einer nachhaltigen Störquelle. Dann wirst Du manch neuen Weg gar nicht erst beschreiten oder in Erwägung ziehen – eben weil er nicht zu Deinem Warum passt. Doch nicht selten ist es Dein Warum, das nicht mehr zu Dir passt.

Kennst Du Dein Warum?

Ein von Christian Müller (@sozialpr) gepostetes Video am

Es braucht Mut, Dein Warum regelmäßig zu hinterfragen. Wenn es Dir bewusst ist, bildet Dein Warum die Grundlage Deines Engagements und treibt Dich an. Diese wichtige Basis infrage zu stellen, das Risiko einzugehen, auf eine neue, völlig andere Antwort zu stoßen, kann beängstigend wirken. Denn was passiert, wenn Du Dein Warum hinterfragst und feststellst, dass es nicht mehr zu Dir passt und Dich nicht mehr antreibt? Dann stehst Du vor der Herausforderung, Dir eine neue Basis, ein neues Warum suchen zu müssen.

Diese Aufgabe ist nicht leicht, jedoch definitiv machbar. Dein altes Warum kann dabei als Ausgangspunkt dienen:

  • Was genau passt nicht mehr zu Dir?
  • In welchen Bereichen genügt Dein altes Warum Deinen Ansprüchen nicht mehr?
  • Kannst Du konkret benennen, was Dir bei Deinem Warum fehlt?
  • Hast Du ein Gefühl dafür, wie Dein neues Warum aussehen könnte?

Bei der Suche nach einer neuen Basis und einem neuen Antrieb solltest Du stark auf Deine Intuition hören. Dein Warum hat viel mit Emotionen, Werten und Grundsätzen zu tun. Alles Faktoren, die Du intuitiv berücksichtigst und einbeziehst. Wie Dein Warum genau aussieht, weißt nur Du. Doch auch wenn Du es ganz genau kennst, solltest Du es regelmäßig hinterfragen. Nur so kannst Du sicherstellen, dass es weiterhin zu Dir passt und Du die entscheidende Frage immer überzeugend beantworten kannst:


Warum mach ich das alles eigentlich?

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