Warum Du Freiheit individuell definieren solltest

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Was verstehst Du unter dem Begriff Freiheit? Die Wahl Deines Wohnortes? Gestaltungsmöglichkeiten, finanzielle Sicherheit, Selbstbestimmung? Keine Verpflichtungen, Unabhängigkeit von anderen? Eigene Entscheidungen treffen zu können?

Die Chancen stehen gut, dass all diese Aspekte für Dich in irgendeiner Weise beim Thema Freiheit relevant sind. In einem meiner Morgengrüße habe ich das Thema so aufgegriffen:

Lass Dir von niemandem erzählen, wie Deine #Lebenskarriere auszusehen hat. Freiheit ist auch, selbst zu entscheiden, wie Du Deinen Weg gehst.

Hier spielt das Thema Entscheidung eine zentrale Rolle. Ich habe diese Perspektive gewählt, weil ich aus der Arbeit mit meinen Coaching Klienten weiß, dass der individuelle Freiheitsbegriff viel zu oft von anderen Menschen, Erwartungen, Annahmen und ähnlichem geprägt wird.

Freiheit ist individuell

Aktuell geht – mal wieder – ein gewisser Hype durch die sozialen Netzwerke, in dem der flexible und ortsunabhängige Lebensstil der Digitalen Nomaden als Ideal gepriesen wird. Nur die Unabhängigkeit von einem traditionellen Job, einem festen Wohnsitz und anderen Dingen und Verpflichtungen mache wirklich frei, so der Tenor.

Dieser Lebensstil hat seine positiven Seiten und wirkt auf viele Menschen attraktiv. Doch er ist nicht die ultimative Definition von Freiheit.

Freiheit ist völlig individuell und Du kannst und solltest für Dich selbst entscheiden, was Freiheit für Dich bedeutet und wie Deine Lebenskarriere aussehen soll. Es bringt Dich nicht weiter, schadet Dir im schlimmsten Fall sogar, wenn Du den Freiheitsvorstellungen anderer folgst und damit gegen Deine eigenen Bedürfnisse handelst.

Das ist natürlich leichter geschrieben als umgesetzt. Um den eigenen Freiheitsbegriff zu definieren, solltest Du zunächst wissen, woher Dein aktueller kommt. Drei Fragen helfen dabei:

  1. Hoffe ich auf die Anerkennung einer bestimmten Person?

    Wenn Du ständig – und sei es unbewusst – darauf wartest, dass eine bestimmte Person Dich lobt und Deinen Lebensstil gut findet, weißt Du schon mal, wo ein Teil Deines Freiheitsbegriffes herkommt. Diese Person hat mit ihren Wertvorstellungen garantiert nachhaltigen Einfluss auf Dich und Deine Wahrnehmung von Freiheit.

  2. Warum ist das für mich Freiheit?

    Kannst Du erklären, warum Du Dir Freiheit so vorstellst, wie Du es aktuell tust? Was genau ist an Deiner Vorstellung und Definition von Freiheit für Dich attraktiv? Wenn Du das nicht klar beantworten kannst, solltest Du noch mal in Dich gehen.

  3. Will ich wirklich so leben?

    Was empfindest Du, wenn Du Dir Dein perfektes, freies Leben vorstellst? Passt die Vorstellung zu Deinem aktuellen Freiheitsbegriff? Fühlt sie sich intuitiv stimmig und gut an?

Die Antworten auf diese Fragen helfen enorm dabei, Dir die Einflüsse und Quellen Deines aktuellen Freiheitsbegriffes bewusst zu machen.

Freiheit definieren und gestalten… mit Egoismus

Die Konsequenz aus den Fragen oben muss übrigens nicht sein, alle aktuellen Einflüsse abzustreifen und Freiheit für Dich völlig neu zu definieren. Das ist eine Möglichkeit, jedoch nicht zwingend der beste Weg.

Es kann durchaus sein, dass Du weitgehend mit Deinem aktuellen Freiheitsbegriff zufrieden bist und nur kleine Änderungen vornehmen willst. Sie können jedoch auch drastischer ausfallen. Das ist völlig individuell.

In einem Morgenscope – die Aufzeichnung hat leider nicht geklappt – habe ich eine Frage aufgegriffen, die als Reaktion auf das Thema Freiheit kam. Die Frage lautet:

Die eigene Freiheit definieren und gestalten ist schön und gut. Aber ist das nicht total egoistisch?

Meine Antwort: Ja, das ist egoistisch. Doch Egoismus ist nicht per se schlecht oder böse. Egoismus bedeutet schlicht, die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.

Das kann problematisch und negativ sein – wenn Du dafür andere Menschen vernachlässigst. Gesunder Egoismus ist jedoch die Voraussetzung dafür, anderen Menschen helfen und für sie da sein zu können.

Wenn Du nicht auf Dich achtest, kannst Du nirgends mit voller Energie und Aufmerksamkeit anwesend und aktiv sein. Weder in Deinen eigenen Projekten und Themen, noch für die Dir nahe stehenden und wichtigen Menschen.

Es ist entscheidend, dass Du Dich zuerst um Dich kümmerst und auf dieser Basis dann für andere da bist. Egoismus ist gut, wenn Du es nicht übertreibst.

Dieses Prinzip gilt auch für Deinen Freiheitsbegriff. Vielleicht wirst Du Menschen irritieren oder auf die Zehen treten, wenn Du Prioritäten auf einmal neu setzt, Deinen Freiheitsbegriff neu definierst und Dich entsprechend anders verhältst.

Doch so lange Du Ihnen damit nicht schadest, leidet höchstens ihr Ego darunter. Und das ist, so hart das auch klingt, dann ihr Problem, nicht Deines.

Manche Menschen wirst Du durch einen neuen Freiheitsbegriff auch verlieren oder Dich von ihnen lösen. Auch wenn das schmerzhaft ist, ist es zum Guten. Nicht jeder kann und wird Deine Definition von Freiheit verstehen – und muss es auch nicht.

Du musst damit zufrieden sein. Denn Du lebst sie auch.

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