Warum loslassen Dich bereichert und wie Du es erreichst

Warum loslassen Dich bereichert
Loslassen – was löst dieses Wort in Dir aus? Verbindest Du es mit Ruhe und Gelassenheit? Mit Nichts Tun und Muße? Oder kommen Dir Begriffe wie Verlust, Einschränkung und Mangel in der Sinn? Beide Assoziationen haben ihre Berechtigung, sind nachvollziehbar und eng mit loslassen verknüpft.

Meiner Meinung hängt es primär von einem Faktor ab, ob loslassen positiv oder negativ konnotiert ist. Lässt Du freiwillig und bewusst los, gehört es zu den positiven und bereichernden Erfahrungen. Musst Du jedoch gezwungenermaßen und gegen Deinen Willen loslassen, wird es zum Fluch und eindeutig negativ.

Das bedeutet nicht, dass bewusstes Loslassen einfach, leicht oder angenehm wäre. Das kann, muss es aber nicht sein. Doch bewusstes und achtsames Loslassen bereichert Dich, steigert Deine Lebensqualität und hilft Dir, in Deiner Lebenskarriere voranzukommen. Bewusstes Loslassen…

  • … kann Dich von lange mit Dir herumgetragenen Lasten befreien.
  • … kann Dir Wege öffnen, die bisher verschlossen schienen.
  • … eröffnet Dir oft neue Sichtweisen und bisher unbekannte Perspektiven.
  • … bringt Dich Dir selbst näher.

Den zuletzt genannten Effekt hat auch die geschätzte Kollegin Angelika Bungert-Stüttgen alias Freiraumfrau® bei sich festgestellt und erlebt. In ihrem Artikel – der einer von mehreren Impulsen für den heutigen Beitrag war – beschreibt sie ihre Erfahrungen mit dem Loslassen.

Loslassen: Zur Ruhe kommen und wachsen

Vom_geistreichen_NichtstunWenn Dir der Begriff Loslassen zu esoterisch ist, kannst Du Dich auch mit einer Facette des Loslassens befassen, die wissenschaftlich erforscht wird: zur Ruhe kommen. Es hat viel mit Loslassen zu tun und ist eine der häufigsten und spürbarsten Konsequenzen bewussten Loslassens.

Ulrich Schnabel beschreibt in seinem Artikel auf Zeit.de den aktuellen Stand der Hirnforschung und zeigt, dass bewusstes zur Ruhe kommen zahlreiche positive Effekte mit sich bringt.

Um wirklich zur Ruhe zu kommen, musst Du meiner Erfahrung nach jedoch erstmal loslassen – und seien es „nur“ Deine Gedanken und Sorgen. Dazu eignet sich Meditation ganz hervorragend. Und nein, auch Meditation muss nichts mit Esoterik zu tun haben. Thomas Pfitzer beschreibt auf Mymonk.de zehn Gründe für Meditation und auch er untermauert sie mit den Ergebnissen der Hirnforschung. Du siehst, Loslassen und zur Ruhe kommen hat Hand und Fuß und ist nicht esoterisch angehaucht.

Loslassen: Die Kunst, sich nicht im Weg zu stehen

ReiseWegSchrittAchtsames und bewusstes Loslassen geht allerdings über Meditation und zur Ruhe kommen hinaus. Wie Freiraumfrau® in ihrem bereits erwähnten Artikel beschreibt, bedeutet loslassen oft auch, sich nicht selbst im Weg zu stehen. Und im Weg stehen können Menschen – auch sich selbst – sehr gut.

Beim einen sind es die zu hohen Erwartungen an sich selbst, die ihn verkrampfen und deshalb scheitern lassen. Der anderen sind die Erwartungen und Ansprüche der Familie oder des Partners ständig präsent und hindern sie am konzentrierten Arbeiten. Und der nächste fühlt sich durch externe Zeitvorgaben oder Grenzen so unter Druck, dass er in einer Art Schockstarre verharrt.

Klar, so extrem muss es nicht sein oder werden, doch viele Menschen stehen unter enormen Druck. Der muss noch nicht mal mit Leistung zu tun haben. Druck kann auch entstehen, wenn…

  • … Du Dich ungelösten Problemen nicht stellst.
  • … Du unangenehmen Fragen dauerhaft ausweichst.
  • zwischenmenschliche Konflikte wachsen können und nicht angegangen werden.
  • … Du unangenehme Aufgaben vor Dir herschiebst.
  • … Du Verlust, Trauer und Schmerz ignorierst oder verdrängst.

In all diesen Fällen kann Dich bewusstes und achtsames Loslassen spürbar von einer Last befreien. Der erste Schritt dazu: Akzeptiere, dass die Last existiert und Du sie bisher ignoriert hast. Diese Erkenntnis ist schwer und kann schmerzhaft sein. Daher solltest Du – das ist zumindest meine Erfahrung – das Loslassen möglicherweise mit Unterstützung angehen. Nein, nicht unbedingt mit einem Coach, doch auf jeden Fall mit einem guten Freund.

Loslassen kann allerdings auch bedeuten, Dich von Gewohnheiten und Dingen zu trennen, die Dich aufhalten oder Dir Zeit stehlen. Der von mir sehr geschätzte Calvin Hollywood bringt das in seinem Video zum Fernsehkonsum wunderbar auf den Punkt. Etwas zugespitzt ist die Aussage hier: Wer auf Fernsehkonsum verzichtet oder diesen einschränkt, lässt nicht nur Zeitverschwendung, sondern auch jede Menge negativen Input los.

Und ja, das ist ein Beispiel und kann auf viele andere Bereiche übertragen werden. Doch es zeigt: Loslassen ist oft auch eine Frage des achtsamen Lebensstils.

Loslassen kann Dir durch Meditation, bewusstes Schreiben, Malen und Zeichnen, beim Sport, Fotografieren und/oder in der Natur gelingen. Auch in guten und tief gehenden Gesprächen mit den Dir wichtigen Menschen kannst Du vieles loslassen oder Du gehst – auch wenn Du nicht glaubst – ins Gebet.

Loslassen kann Dich bereichern und befreien. Auf jeden Fall bringt es Dich in Deiner Lebenskarriere weiter.

1 Comment

  • Lieber Christian,

    zuerst einmal vielen Dank, dass dich mein Artikel „Die Kunst des Loslassens“ inspiriert hat und einer der Impulse zu diesem Artikel war.
    Ja, ich stimme zu, es sind viele Aspekte mit dem Loslassen verbunden. Und es gibt viele Methoden sich dem eigenen Loslassen zu widmen, wie du sehr schön beschreibst. Letztendlich darf jeder seinen eigenen individuellen Weg finden und gehen.

    Liebe Grüße,
    Deine Freiraumfrau

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