#webdseidank: Mach das Netz zum guten Ort

webseidank
Einige Worte gehen mir seit Wochen nicht mehr aus dem Kopf. Es ist eine Aufforderung von Annette und Thomas im Rahmen ihrer Blogparade #webseidank:

Wenn Ihr teilnehmen möchtet, dann verfasst bitte einen Beitrag darüber, was das Web Euch persönlich menschlich Gutes gebracht hat.

Auf den ersten Blick ist die Antwort einfach: Ohne das Internet gäbe es meinen Job nicht, könnte ich nicht arbeiten, hätte ich nie meinen heutigen Weg gefunden. Ohne Internet würde ich vermutlich nach wie vor als Sozialpädagoge arbeiten.

Doch wie schon beim Lebenskarriere Modell wäre es viel zu kurz gegriffen, #webseidank auf das berufliche zu reduzieren. Es ist – auch wenn das bei mir seltsam klingen mag – nur ein kleiner Teil des Guten, dass das Netz mir gebracht hat.

Menschen, Freunde und mein Lieblingsmensch

Viel wichtiger als die beruflichen Möglichkeiten sind die menschlichen Erlebnisse und Beziehungen, die ich durch das Netz knüpfen durfte und darf. Ich habe Kollegen, eine hervorragendes Netzwerk und gute Freunde durch das Netz und die Online Kommunikation gefunden.

Viele Kontakte, inspirierende Gespräche, tolle Erlebnisse, bewegende Gespräch und berührende Momente hätte ich ohne Twitter und andere Netzwerke, den online Kontakt, nie erleben können.

Für mich sind soziale Netzwerke der Einstieg in tief gehende Beziehungen. Sie machen den Erstkontakt möglich, über sie komme ich zu Menschen. Klar, ich vertiefe die Beziehungen dann im persönlichen Kontakt, doch der online Einstieg ist in vielen Fällen die einzige Option, manche Menschen kennenzulernen.

Und schlussendlich habe ich sogar meinen Lieblingsmenschen, meine Lebenspartnerin, durch das Netz kennengelernt. Die Liebe kam später, doch auch hier spielten digitale Kommunikationskanäle eine wichtige Rolle. Heute könnte ich nicht glücklicher, nicht dankbarer sein.

Mach das Netz zu einem guten Ort

Das alles klingt positiv und schön. Und das ist es auch. Doch das Netz ist für mich ein guter Ort, weil ich mich aktiv darum bemühe, dass es so wird, ist und bleibt. Der geschätzte Marc Kummer – auch ihn kenne ich beispielsweise durchs Netz – hat dazu einige schöne Gedanken in seinem Podcast zur Blogparade.

Und auch Annette bringt es in ihrem Ausgangsartikel zur Blogparade schön auf den Punkt:

Wer also sagt, dass online keine echten Gefühle transportiert werden könnten, oder nichts Positives entstehen könne, dem kann ich definitiv nicht folgen. Meiner Erfahrung nach bekommt man das zurück, was man selbst gibt. Genau wie offline auch. Und je mehr das Digitale Einzug in die ehemalige Offlinewelt hält, umso mehr kommt es auch darauf an, wie wir es nutzen.

Doch da gibt es noch eine Facette: Was du gibst hängt auch davon ab, was du aufnimmst und von welchen Impulsen du dich beeinflussen lässt. Negative und schlechte Nachrichten gibt es – auch oder gerade – online zur Genüge.

Allerdings hast du es in der Hand, ob du dich von ihnen überfluten lässt oder ob du bewusst dafür sorgst, dass dein Netz ein guter Ort ist und du das Motto der Blogparade – #webseidank – auch wirklich unterschreiben kannst.

Mein Freund und Kollege Lars Hahn zeigt in seinem Artikel zur Blogparade schön, wie und wo du Einfluss auf dein Netz nehmen kannst. Denn er sagt völlig richtig:

DAS Internet gibt es schon lange nicht mehr. Durch Facebook-Algorithmen, Followerstrukturen und Web-Freundeskreis hat nämlich jeder längst sein eigenes Internet. Meines sieht dann auch ganz anders aus als vielleicht Deines.

Auch meine positiven Impulse hier sind – wie die Blogparade – von Johannes Kortens „Das Netz ist ein guter Ort wenn wir es dazu machen“ motiviert. Daher war und ist meine Bitte: Lasst uns das Gute zeigen und teilen.

Wichtig: Wir müssen das auch tun. Das Netz ist nur dann ein guter Ort – und wird es auch künftig nur dann sein – wenn wir alle aktiv daran arbeiten. Dazu passt ein Zitat des Schriftstellers Edmund Burke. Es klingt ein wenig pathetisch, passt aber hervorragend:

Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.

In diesem Sinne: Bitte mach das Netz zu einem guten Ort. Lass es uns zusammen tun. Damit wir alle aus Überzeugung sagen können: #webseidank

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