Zeit vergeht: Wie nutzt du sie?

Mit diesem Gedanken aus meinen Morgenseiten bin ich heute in den Tag gestartet. Er fasst einen Grundsatz zusammen, der mich seit Jahren begleitet. Ich erinnere mich regelmäßig selbst daran:

Zeit vergeht. Dagegen kannst du nichts tun, sie nicht verlangsamen, auf- oder anhalten. Doch du entscheidest, wie du sie nutzt.

Klingt banal, macht in der Praxis jedoch den Unterschied zwischen Stillstand, Lähmung und Hilflosigkeit oder Aktivität, Zuversicht und selbstbestimmter Entwicklung. Wenn dir klar ist, dass Zeit auf jeden Fall vergeht – und rein logisch und objektiv weiß das jeder Mensch – kannst du damit Zweifeln entgegenwirken und dich in Bewegung setzen.

Denn wenn dir klar ist, dass Zeit ohnehin vergeht…

  • … wartest du nicht auf den perfekten Moment.
  • … fängst du mit neuen Wegen und Aufgaben an, ohne dich durch übertriebenen Perfektionismus zu blockieren.
  • … kannst du Angst vor neuem überwinden und den ersten Schritt in neues gehen.
  • … fällt es dir – hoffentlich – leichter, Prokrastination zu überwinden.
  • … gehst du Risiken eher ein.

Dazu kommt, dass dieses Bewusstsein oft auch zu besseren, klareren und schnelleren Entscheidungen führt. Und – zumindest meiner Erfahrung nach – zu einer direkteren und offenen Kommunikation.

Zeit vergeht: Triff deine Entscheidung

Kollege Ivan Blatter schreibt dazu in einem älteren Artikel sehr treffend:

Mit der Zeit ist es so eine Sache. Es lohnt sich, bewusst zu entscheiden, wie man sie verbringen will. Im Englischen heißt es „to spend time“ (dt. „Zeit ausgeben/verbrauchen“). Ist sie weg, ist sie weg.

Es ist also nicht die Frage, ob du Zeit hast. Die eigentlich Frage ist, wofür du dir Zeit nimmst und was du in der vergehenden Zeit tust.

Diese Sichtweise kann unbequem sein – immerhin liegt die Verantwortung für deine Zeitnutzung dann ganz bei dir – doch sie gibt dir auch Macht und Kontrolle. Zwar bist du nicht immer frei bei der Entscheidung, wie du deine Zeit nutzt. Doch du kannst es immer gestalten und beeinflussen.

Vielleicht gibt es Situationen, in denen du an so viele externe Verpflichtungen gebunden bist, dass du nur fünf oder zehn Prozent deiner Zeit selbstbestimmt nutzen kannst. Doch diese Prozent unterliegen allein deiner Entscheidung.

Bei den meisten Menschen sind es – realistisch betrachtet – deutlich mehr Prozente ihrer Zeit, die sie selbstbestimmt nutzen können.

Und hier schließt sich der Kreis. Zeit vergeht. Wie nutzt du sie?

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